Diskussionsforum Heft 34

  • Konferenz am
    28. und 29. Januar 2016

    • Vermischungen – Zum Verhältnis von Architektur und Landschaftsarchitektur

      Die Inhalte des Heftes 34 berühren ein Leitbild architektonischer Disziplinen, das ausdrücklich seit den 1960er-Jahren bis heute auf vielen Ebenen den räumlichen Planung thematisiert wird, verstärkt wieder in den letzten zehn Jahren: das Leitbild der „Vermischung”. Deshalb wird Wolkenkuckucksheim einige Inhalte des vorliegenden Heftes als Anlass für eine Konferenz am 28. und 29. Januar 2016 in Berlin und einem anschließenden Heft nehmen, um über „Vermischungen” in der Architektur und Landschaftsarchitektur kritisch zu diskutieren.
  • Zum Inhalt
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    • Heute scheint vieles nicht mehr dort zu sein, wo man es mal vermutete: Unterschiede erodieren, neue Vermischungen entstehen. Die Differenz zwischen lokal und global sowie privat und öffentlich wird durch das Internet in Frage gestellt, wobei mit der Technik der Gegensatz von Natur und Kultur strittig gemacht wird – 
      der Begriff „Anthropozän” drückt dieses aus.

      Vermischungen sind auch in der Architektur und Landschaftsarchitektur ubiquitär: Seit etwa drei Jahrzehnten ist das Leitbild der „Funktionsgetrennten Stadt” dem der „Funktionsgemischten Stadt” gewichen. Aktuell wird das Leitbild erneut intensiver diskutiert; ein Grund dafür liegt in der Bevölkerungszunahme in großstädtischen Regionen einerseits und der weiteren Bevölkerungsabnahme in kleinstädtischen Regionen andererseits. Das hat unter anderem zu Folge, dass Architekturen gestapelt werden und sich Nutzungen in Freianlagen und Gebäuden überlagern, sodass Stadtgebiete nicht erweitert werden müssen und ländliche Regionen infrastrukturell versorgt werden können. Deshalb werden zukünftig vermutlich immer stärkere hybride Architekturen entstehen, wenn „Stadt” und „Land” nicht ohnehin in einem Zwitter aufgehen, der Frank Lloyd Wrights Utopie Broadacre City (1932) radikalisiert.

      Aber was sind genau Vermischungen in der Architektur und Landschaftsarchitektur? Was bedeutet es, wenn sich Dinge und Räume vermischen, die entworfen, realisiert, kritisiert, vermittelt und bewertet werden? Was ist Voraussetzung und Impuls einer Vermischung? Welche Probleme, Qualitäten und Möglichkeiten haben Vermischungen? Sind Vermischungen tatsächlich neu und auf allen Ebenen der architektonischen Gestaltung sinnvoll? Setzen Vermischungen nicht Differenzen voraus? Wäre es deshalb nicht sinnvoll im Diskurs zwischen verschiedenen Formen der Vermischung zu unterscheiden und ihn um Begriffe zu ergänzen, die Differenzen beschreiben? Diesen und weiteren Fragen geht die Konferenz im Verhältnis von Architektur und Landschaftsarchitektur nach.
  • Programm

    • Das detaillierte Programm ist in Kürze hier zu finden. Die Konferenz gliedert sich in zwei Tage. Am 28. Januar 2016 liefern Referenten einen Impuls, indem sie das Thema „Vermischung” ausgehend von realisierter Architektur und Landschaftsarchitektur behandeln. An 29. Januar 2016 wird sich auch ausdrücklich theoretisch mit dem Thema „Vermischung” befasst. Die Vorträge werden folgenden Sektionen zugeordnet:

      Phänomen Vermischung – Praxis
      Phänomen Vermischung – Theorien
      Vermischungen von Natur und Kultur
      Vermischungen von Ding und Raum
      Vermischungen von innen und außen sowie von oben und unten
  • Beteiligte und Referenten

    • Hubertus Adam (Basel)
      Till Boettger (Weimar)
      Margitta Buchert (Hannover)
      Sebastian Feldhusen (Berlin)
      Eduard Führ (Cottbus)
      Anette Freytag (Zürich)
      Jörg H. Gleiter (Berlin)
      Undine Giseke (Berlin)
      Sonja Hnilica (Dortmund)
      Alban Janson (Karlsruhe)
      Ute Poerschke (University Park)
      Daniel Purdy (University Park)
      Andreas Quednau (Hannover)
      Till Rehwaldt (Berlin)
      Yvonne Spielmann (Singapur)
      Jürgen Weidinger (Berlin)
      Cyrus Zahiri (Kassel)
  • Kontakt und Anmeldung

    • Eine Anmeldung ist bis zum 25. Januar 2016 per E-Mail erforderlich: info(at)vermischungen.de
      Fragen zur Konferenz bitte an die genannte E-Mail-Adresse senden. Telefonische Auskunft erteilt das Sekretariat des Fachgebiets Entwerfen Objektplanung der Technischen Universität Berlin: 030 314 28200.
  • Konferenzunterlagen

    • Die Konferenzunterlage bestehen aus zwei Teilen. (1.) aus dem Heft 34, das hier in digitaler Form heruntergeladen sowie hier in gedruckter Form bestellt werden kann. (2.) aus einer Broschüre, die Abstracts der Referenten beinhaltet und die hier in Kürze heruntergeladen werden kann sowie auf der Konferenz in gedruckter Form ausliegt.
  • Gefördert durch die